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Liebe Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Scheeßel,

zum Jahresende blicke ich auf ein ereignisreiches Jahr 2025 in der Gemeinde Scheeßel zurück. Es war ein Jahr mit Herausforderungen, aber auch mit vielen wichtigen Fortschritten. Mein besonderer Dank gilt meinen Kolleginnen und Kollegen, den Mitgliedern des Rates, den vielen Ehrenamtlichen, den Vereinen sowie den Einsatzkräften der Freiwilligen Feuerwehren der Gemeinde für ihr großes Engagement und die vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Für die sichere Ausstattung unserer Freiwilligen Feuerwehren der Gemeinde haben wir in diesem Jahr den Feuerwehrbedarfsplan erarbeitet, abgeschlossen und von der Politik beschließen lassen. Die Ortswehren haben viele Daten, Informationen sowie Gefahrenpotenziale zusammengetragen und somit die Basis für den Feuerwehrbedarfsplan geliefert. Nun gilt es gemeinsam mit den Freiwilligen Feuerwehren eine Prioritätenliste zu erarbeiten und die Empfehlungen des Plans Stück für Stück umzusetzen, damit unsere Kameradinnen und Kameraden für ihre Einsätze und Arbeit künftig nach den aktuellen rechtlichen Vorgaben immer sicher und leistungsfähig aufgestellt sind.

Die Feuerwehrhäuser Westerholz und Ostervesede sowie ein neues Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF 20) konnten offiziell den Ortswehren übergeben werden – ein erster Schritt der modernen und technischen Ausrichtung ist damit erfolgt, weitere folgen.

Inzwischen konnten drei ehemalige Feuerwehrhäuser (Wohlsdorf, Bartelsdorf und Westerholz), die keine Funktion mehr für die Gemeinde einnehmen, verkauft werden. Der gesamte Erlös soll jeweils für kommunale Maßnahmen in den Ortschaften eingesetzt werden, so können beispielsweise die Dorfgemeinschaftshäuser instandgehalten werden.

Mit Blick auf die weltpolitischen Ereignisse beschäftigen wir uns weiterhin mit dem Katastrophen­schutz. Die enge Kooperation mit dem Landkreis sowie der gute Austausch unter den Städten, Gemeinden und Samtgemeinden geben diesen schweren Herausforderungen Zuversicht und eine Stabilität im Umgang mit einem bisher doch eher befremdlichen Thema. Das Bewusstsein in der Bevölkerung für den Bevölkerungsschutz in Krisensituationen soll künftig stärker entwickelt werden.

Das Klimaschutzkonzept sowie die kommunale Wärmeplanung konnten ebenfalls in diesem Jahr abgeschlossen werden. Ein zentrales Wärmenetz lässt sich lediglich im Kernort umsetzen, während die Wohngebäude auf den Dörfern eine erforderliche Wärmedichte nicht erreichen. Hier hat die Studie dezentrale Lösungen zum Ergebnis gebracht.

Rückblickend auf die Hochwasserereignisse der vergangenen Jahre ist die Gemeinde gemeinsam mit einigen Kommunen aus den Landkreisen Rotenburg (Wümme), Verden, Diepholz und Osterholz einer Wasserpartnerschaft beigetreten. Maßnahmen zur Rückhaltung von Wasser aus den zunehmenden Niederschlägen stehen im Fokus der gemeinsamen Arbeit.

In großen Schritten arbeiten wir an der Erschließung des Gewerbeparks Ost an der Westerveseder Landstraße. Während aufgrund der Größe von 18 ha zunächst zwei Bauabschnitte vorgesehen waren, werden wir nach den vielen Interessenbekundungen das ganze Gebiet an einem Stück erschließen. Wir ermöglichen somit, etablierten Unternehmen sich zu entwickeln und externen Firmen, neue Arbeitsplätze zu schaffen. Parallel haben wir ein neues Baugebiet in unmittelbarer Nähe am Weidenröschenweg erschlossen. Grundsätzlich verfolgen wir das Ziel: wer in der Gemeinde arbeiten möchte, soll auch die Möglichkeit erhalten, in der Gemeinde sesshaft zu werden.

Für die Ortschaften wird aktuell ein Wohnbauentwicklungskonzept erarbeitet, welches die künftigen Wohnraumentwicklungsmöglichkeiten feststellen soll. Der BauTurbo kann dabei sehr hilfreich sein und wird von uns für eine einfachere und schnellere Umsetzung begrüßt.

Im kommenden Jahr wird die Ganztagsbetreuung an der Grundschule für die erste Klasse verpflichtend sein. Während aktuell die Grundschule einen offenen Ganztag anbietet, werden ab August 2026 für die Erstklässler an fünf Tagen in der Woche je acht Stunden sowie für einen Großteil der Ferien eine Betreuung bereitgestellt werden müssen. Im ersten Schritt der Umsetzung starten wir mit dem Bau einer neuen Zweifeld-Sporthalle, die sowohl der Grundschule als auch Vereinen für sportliche Aktivitäten zugutekommen wird. Die Verpflichtung der Ganztagsbetreuung stellt uns mit all den Umbau- und Erweiterungsbauten an der Grundschule in den kommenden Jahren vor enorme finanzielle Herausforderungen. Die vom Land Niedersachsen übertragenen Aufgaben werden leider nicht auskömmlich finanziert.

Im Rathaus entwickeln wir immer weiter die papierlose Akten- und Schriftenverwaltung sowie die Einführungen eines online-Rechnungs- und E-Payment-Systems. Seit Mitte des Jahres können Bürgerinnen und Bürger bei der Beantragung neuer Ausweise die benötigten biometrischen Passfotos im Einwohnermeldeamt machen lassen. Ein weiteres Serviceangebot, das sehr begrüßt wird.
Begleitet vom Einsatz der künstlichen Intelligenz (KI) werden wir uns modern und innovativ aufstellen. Der Glasfaserausbau schreitet in der Gemeinde voran, so dass hoffentlich Ende 2026 alle Ortschaften zufriedenstellend erschlossen sind. Für die Ortschaften oder Straßenzüge, die bisher nicht vom Ausbau profitieren konnten, machen wir uns bis zur Bundesebene oder dem Netzbetreiber stark.

Die Zuweisung geflüchteter Menschen aus Krisenregionen beschäftigt uns besonders intensiv, da kaum mehr Wohnraum für diese Menschen zur Verfügung steht. Wir haben uns nach vielen Beratungen und Diskussionen dazu entschieden, eine Wohncontainer-Anlage am Leehopweg zu errichten. Ein bereits erschlossener Standort, an dem die geflüchteten Menschen gut aufgenommen und integriert werden können.

Die einsturzgefährdete Sporthalle der BeekeSchule hat uns zwischenzeitlich große Sorgen bereitet. Dank schneller Unterstützungen haben wir die Halle geschlossen, dass Dach abtragen lassen und können nun mit dem neuen Dach, welches in Kürze aufgesetzt wird, eine sichere Sporthalle vorhalten.

Erfreulicherweise konnte der neue Sportplatz in Westerholz eingeweiht werden, welcher mit einem großen Engagement der Bevölkerung vor Ort gemeinsam mit der Gemeinde gebaut wurde. Ein sehr großes Engagement zeigen auch die Jugendlichen des Ortes. Sie bauen mit finanzieller Unterstützung der Gemeinde und der Leader Region „GesundRegion Wümme-Wieste-Niederung“ ihren eigenen Jugendraum, der in Kürze fertiggestellt wird.

Ich habe mich gefreut, dass wir neben dem Hurricane Festival dank unserer engagierten Vereine wieder viele bunte und fröhliche Veranstaltungen in der Gemeinde genießen durften: die Veeser Prunksitzung, die vielen Schützen- und Erntefeste, den Museumsdag mit dem Markt an der Beek, das internationale Trachtenfest, etliche come together, das Sandbahnrennen am Eichenring, den Frühschoppen in der Vareler Heide, das 50 Jahre Blaudruck Jubiläum, Scheeßel hüpft, den Weihnachts- und den Kunsthandwerkermarkt ….um nur einige zu nennen.

Liebe Bürgerinnen und liebe Bürger, 2026 finden wieder die Kommunalwahlen statt. Für eine liebens- und lebenswerte Gemeinde Scheeßel werde ich erneut kandidieren und all die Aufgaben zu Ende bringen sowie neue Herausforderungen mit Freude annehmen wollen.

Mit Blick auf das neue Jahr wünsche ich mir weiterhin ein respekt- und rücksichtsvolles sowie wertschätzendes Miteinander. Ich danke allen Bürgerinnen und Bürgern für Ihr Vertrauen und wünsche Ihnen Gesundheit, Zuversicht und alles Gute für das neue Jahr.

Ihre Bürgermeisterin,

Ulrike Jungemann

 

Der Jahresrückblick als pdf.