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Geschichte der Gemeinde Scheeßel


Scheeßel hatte im Mittelalter und in der Neuzeit als Kreuzungspunkt wichtiger Handelswege überregionale Bedeutung.
Man hat sich hier stets der eigenen Tradition verpflichtet gefühlt. Das dokumentieren bemerkenswerte Baudenkmäler gleichermaßen wie die Pflege heimischen Brauchtums. Die St.-Lucas-Kirche, 1757 im Bauernbarock errichtet, die Amtsvogtei (1816), der Meyerhof, der im Jahr 1973 von der Gemeinde Scheeßel erworben wurde. Der Meyerhof besteht aus dem Haupthaus und sechs weiteren Nebengebäuden. Es versteht sich von selbst, dass alle Gebäude im Fachwerkstil erhalten sind. Die Gesamtanlage ist nach dem Willen des Rates zu einem Kulturmittelpunkt ausgebaut worden. Mit bemerkenswerter Initiative hat der Heimatverein Scheeßel das Kunstgewerbehaus und den Speicher (Spieker) wieder restauriert und die Anlage um das so genannte Häuslingshaus, einen Schafstall und eine Dorfschmiede erweitert. Im Kunstgewerbehaus finden regelmäßig Kunstausstellungen statt, während im Spieker eine funktionierende Blaudruckerei eingerichtet wurde. Dazu muss man wissen, dass Scheeßel schon um die Jahrhundertwende wegen des hier praktizierten Blaudrucks weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt war.

Nicht unerwähnt bleiben darf hier etwas, auf das alle Scheeßeler mit Recht stolz sind: die alten Scheeßeler Trachten. Diese Trachten und die alten überlieferten Tänze, die „Scheeßeler Bunten“, werden noch heute von der „Original Scheeßeler Trachtengruppe“ und der Tanz- und Trachtengruppe „De Beekscheepers“ gepflegt. Trachten und Tänze hinterlassen einen derart starken Eindruck, dass beide Gruppen nicht selten in Europa, aber auch in Übersee die Farben Scheeßels vertreten. So kam es nicht von ungefähr, dass beiden Trachtengruppen im August 1977 in Anwesenheit des niedersächsischen Ministerpräsidenten von der Stiftung F.V.S. zu Hamburg der „Europa-Preis für Volkskunst 1977“ verliehen wurde. Das alljährlich stattfindende Trachtenfest findet mit mehreren tausend Besuchern und Beteiligungen von Gruppen aus der ganzen Welt, einen hohen Zuspruch.

Ein Kleinod kunsthistorischen niedersächsischen Fachwerkbaues stellt das Heimathaus mit seinen Nebengebäuden (Wagenschauer, Spieker, Schafstall, Backhaus, Bienenschauer) an der Zevener Straße dar. Im Dachgeschoss des Heimathauses ist ein Museum eingerichtet, indem neben urgeschichtlichen Funden das „alte Scheeßel“ bewundert werden kann. Das Heimathausgelände ist für den interessierten Besucher in den Sommermonaten sonntags in der Zeit von 10 bis 12 Uhr und von 14 bis 18 Uhr geöffnet.
Mit dem Gemeindeneugliederungsgesetz wurden zum 01.03.1974 die Gemeinden Abbendorf, Bartelsdorf, Hetzwege, Jeersdorf, Ostervesede, Scheeßel, Sothel, Westeresch, Westerholz, Westervesede, Wittkopsbostel und Wohlsdorf zur „Einheitsgemeinde“ Scheeßel zusammengeschlossen, die auf einer Fläche von 150 qkm im Jahr 2010 rund 13.000 Einwohner zählte. 1885 hatten in dem vergleichbaren Raum 3448 Menschen gelebt. In der Kerngemeinde, die heute ca. 6.700 Einwohner hat, konnte man damals keine 1.000 Personen zählen.

Die wirtschaftliche Aufwärtsentwicklung Scheeßels, das in der Mehrzahl seiner Ortschaften nach wie vor von der Landwirtschaft geprägt wird, beruht vornehmlich auf folgende Faktoren:
• Scheeßel liegt geografisch in der Mitte zwischen den Metropolen Bremen und Hamburg
• Es ist verkehrlich gut erschlossen (Metronom-Eisenbahnhaltepunkt, Bundes- und Landstraßen, BAB-Anschluss in der Nähe)
• Für eine Gemeinde dieser Größenordnung hat Scheeßel ein ungewöhnlich gutes, voll durchgegliedertes allgemein bildendes Schulsystem (zwei Grundschulen, eine Oberschule sowie ein Gymnasium in freier Trägerschaft)
• Scheeßel bietet bedarfsgerechte Kinderbetreuungsangebote von der Krippe über den Kindergarten, die Grundschule bis in die weiterführenden Schulen mit Ganztagsangeboten

Diese Tatsachen im Verbund mit einer auch im Übrigen guten Infrastruktur (vielfältige Freizeitangebote, umfangreiches medizinisches Angebot, attraktive Einkaufsmöglichkeiten) gewährleisten nicht nur einen hohen Wohnwert, sie haben sich auch bei Betriebsansiedlungen positiv ausgewirkt.

Scheeßel verfügt über ein modern ausgestattetes Stadion (Hartplatz, Rasenplatz, Sporthaus mit Cafeteria, Laufbahnen und Segmente kunststoffbeschichtet, Flutlichtanlage), eine große Schulsportanlage, zwei kunststoffbeschichtete Mehrkampfanlagen sowie in den Ortsteilen über weitere zehn Sportplätze. Darüber hinaus stehen dem Sport 9 Halleneinheiten, davon eine dreiteilbare sowie eine zweiteilbare Sporthalle zur Verfügung. Nicht unerwähnt bleiben sollten 6 Tennisanlagen mit z. Zt. insgesamt 14 Tennisplätzen, ein modernes beheiztes Spaß- und Freizeitbad, eine Reithalle sowie eine 18-Loch-Golfanlage. Der Sport ist es dann auch gewesen, der das Image der Gemeinde Scheeßel häufig weit über die Landesgrenzen hinaus – aber auch in Europa und anderen Teilen der Welt – bekannt gemacht hat. Das gilt nicht nur für den Motor-Sport-Club „Eichenring“ mit seinen alljährlich stattfindenden Läufen zur Sandbahn- Europa und Weltmeisterschaft, sondern auch für die übrigen Sport treibenden Vereine. Scheeßel verfügt z. Zt. überrund 850.000 qm Sport- und Freizeitflächen. Schon aus diesem Grund geht Scheeßel sicherlich nicht zu unrecht der Ruf einer dem Sport aufgeschlossenen Gemeinde voraus.
Ebenso bekannt ist Scheeßel auch durch das Openair-Musik-Festival „Hurricane“, das jährlich 80.000 meist junge Zuschauer nach Scheeßel lockt.

Zu den Aufgaben der Gemeinde Scheeßel gehören die Sicherung vorhandener und die Schaffung neuer Arbeitsplätze. Mit der Ausweisung von Industrie- und Gewerbegebieten und der Ansiedlung vielfältiger und teilweise marktführender Unternehmen ist hier ein wichtiger Schritt vollzogen worden.
Bezahlbare Grundstückspreise machen unseren Ort nicht nur für Unternehmer reizvoll. Die ländliche aber dennoch sehr zentrale Lage ist auch für Familien ein unschlagbares Argument. Zudem gibt Scheeßel mit seiner überschaubaren Größe seinen Einwohnern ein Gefühl der Geborgenheit. Nachbarschaft wird groß geschrieben und man darf sich sicher fühlen.

Scheeßel bedeutet aber auch Natur pur. Wer einfach nur Erholung sucht, kann sich mit dem Kanu flussabwärts treiben lassen oder auf einem der Reiterhöfe ¬auf dem Rücken eines Vierbeiners entspannen. Doch besonders schön sind die Spaziergänge und Fahrradtouren durch die ausgedehnten Kulturlandschaften, Wälder, Wiesen und Moore rund um Scheeßel. Mit dem Fahrrad können Sie auf unterschiedlichen Themenrouten die Natur für sich entdecken, wie zum Beispiel die Mühlen-, Ähren-, Schafstall- und Kranichroute oder den Lüneburger Heide-Radweg. Auch der überregional bekannte Wümme-Radweg führt durch unsere schöne Beeke-Gemeinde.
 


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