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Heimatmuseum Scheeßel

Kultur- und Heimatpflege hat in Scheeßel Tradition. Bereits 1904 fand hier das l. Niedersächsische Trachtenfest statt, in dessen Folge 1905 der Heimatverein "Niedersachsen" Scheeßel gegründet wurde. Um wichtige Dokumente ländlicher Baukultur zu erhalten, hat der Heimatverein bereits 1913 das erste Museumsgebäude errichtet. Seit 1964 wurde das Museum zu zwei in sich geschlossenen Hofanlagen mit 13 historischen Fachwerkbauten erweitert. Diese befinden sich auf dem Meyerhof sowie dem 300 Meter entfernt liegenden Heimathausgelände in der Ortsmitte Scheeßels. Auf dem Heimathausgelände wird die bäuerliche Wohn- und Arbeitswelt des 19. Jahrhunderts dargestellt, während auf dem Meyerhof verschiedene alte Handwerke gepflegt sowie Ausstellungen gezeigt werden.

Heimathaus
Dieses reetgedeckte "niederdeutsche Hallenhaus" in seiner typischen Gliederung sowie seine originalgetreue Einrichtung zeigen die bäuerliche Wohnkultur und das Arbeitsgerät des 19. Jahrhunderts. In der hallenartigen Raumweite des Hauses, in dem Bauer, Gesinde und Vieh unter einem Dach lebten, bildete die offene Feuerstelle auf dem Flett den Mittelpunkt. Eine Scheeßeler Besonderheit ist die mit Runenzeichen bemalte Rückwand des Fletts Im früher als Erntelager genutzten Bodenraum sind eine prähistorische, eine omithologische und eine Trachtensammlung zu sehen.

Heuscheune
Nur das unterste Gefach dieser Scheune ist ausgemauert, alle weiteren Gefache sind mit Weiden ausgeflochten. In der Mitte der Scheune befindet sich die Querdurchfahrt für Wagen; in den Bansen (abgetrennten Seitenräumen) für Heu oder Torf stehen heute die Brautwagen und Kutschen.

Honigspeicher
Dieser Treppenspeicher wurde ausgestattet mit Honigeimem, Wachs- und Honigpressen, Stülpkörben sowie weiterem Gerät der Heideimkerei. Der Bodenraum ist ausgebaut als Sitzungszimmer. Ein in der Heideimkerei verwendeter Bienenzaun befindet sich neben dem Backhaus.

Schafstall (beim Heimathaus)
Der Schafstall dient der Tanz- und Trachtengruppe "De Beekscheepers" als Übungsraum und wurde zum zentralen Ort internationaler Jugendbegegnungen und der Internationalen Trachtenfeste Gastgeschenke aus vielen Ländern zieren den Raum.

Backhaus
An der Rückwand des Backhauses befindet sich der Steinbackofen, der vom überdachten Raum aus beheizt wird Der riesige Holzbacktrog zeigt, daß die Bäuerin immer sehr große Mengen an Teig zu verarbeiten hatte.


Wirtschaftsgebäude
Das ehemalige Backhaus wurde 1994 mit einem Anbau versehen und ist ausgestattet mit sanitären Anlagen.

Öffnungszeiten
montags bis freitags 9.00 bis 12.00 Uhr 
dienstags & freitags 14.00 bis 17.00 Uhr
samstags, sonn- und feiertags von 11.00 bis 17.00 Uhr
Besichtigungen außerhalb der regulären Öffnungszeiten können gerne abgestimmt werden.
Führungen (auch in Tracht und op Platt können jederzeit nach Voranmeldung durchgeführt werden.
www.heimatmuseum-scheessel.de